CS: GO – der unregulierte Wettmarkt

In CounterStrike: GO hat sich das Platzieren von Wetten durch die Währung „Waffen-Skins“ zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung gemausert. Erst kürzlich konnte eine beachtbare Summe erreicht werden, als das Spiel Fnatic gegen Luminosity im März 2016 ausgetragen wurde. Insgesamt sollen dabei ca. 1,2 Millionen Dollar verwettet worden sein. Der Durchschnitt ist des Weiteren auch sehr beachtlich, liegt dieser doch bei ca. 134.000 Dollar pro Spiel.

Nun ist es nicht so als wären Wetten von Grund auf Böse, allerdings können sie süchtig machen und gerade für Minderjähige erwartet man dann doch einige Schutzmechanismen, kann diese Altersgruppe in der Regel noch relativ schlecht mit große Geldsummen umgehen. In Deutschland werden daher strenge Auflagen verschrieben, um Wetten, dessen Besteuerung sowie die Lizenzen für Wettbüros zu regulieren. Richtet man seinen Blick über den großen Teich, wird zudem erkennbar, dass die USA deutlich strenger vorgeht. So sind in 46 von 50 US-Staaten Sportwetten völlig verboten.

Man sieht also, dass Sportwetten zum Teil möglich sind, aber unter strenger Beobachtung stehen. Beim Skin-Markt von CS: GO tritt dieser Fall allerdings nicht ein. Momentan werden sowohl Cent- als auch fünfstellige Euro-Beträge verwettet und Valve verdient dabei ordentlich mit. So konnte CounterStrike: GO im letzten Jahr einen Umsatz von sagenhaften 221 Millionen Dollar(!) generieren. Dota 2 schaffte es übrigens sogar auf 238 Millionen Dollar. Bedenken, dass Regulierungen beziehungsweise Verbote bei Sportwetten einen tieferen Sinn haben, scheint Valve dabei nicht zu haben und lässt das Spiel weiterhin seinen Lauf.

Man sollte allerdings bedenken, dass die Behörden / Regierungen sich sicherlich mit dem Thema in der Zukunft beschäftigen werden. Ob Valve bei einem solchen Fall sich dann als Unschuldslamm darstellen kann, ist doch arg zu bezweifeln. Immerhin werden die Schlüssel für die Waffen-Skins ja auch immer teurer und treiben damit automatisch auch den Wert der darin enthaltenen Gegenstände nach oben.

PS: Der Artikel soll einfach nur über die aktuelle Situation informieren und gleichzeitig auch Bedenken äußern, dass Valve sich durch falsches Verhalten selbst gefährdet, auch wenn die Wetten über andere Plattformen platziert werden.

(Quelle: http://www.gamestar.de/)