Raspberry Pi – Mit dem Retrospiele-OS Recalbox ausstatten

Ihr wollt aus eurem Raspberry Pi eine Retrospiele-Konsole mit dem Betriebssystem Recalbox machen? Wir zeigen euch nachfolgend die erforderlichen Schritte hin zum Retro-Gaming auf:

1. Was wird benötigt? Natürlich ein Raspberry Pi mit einer ausreichend großen microSD-Karte sowie für das spätere Spielen unbedingt ein Gaming-Controller (bspw. der Xbox Controller).

2. Steht die Hardware, kann das benötigte Image unter https://archive.recalbox.com/ heruntergeladen werden. Zur einfachen Installation des Recalbox-OS auf die microSD-Karte solltet ihr weiterhin https://etcher.io/ auf euren Rechner downloaden (eine portable Version ist vorhanden).

3. Startet Etcher und folgt den simplen Anweisungen des Programms, um auf eure microSD-Karte das Image zu installieren.

4. Nachdem das Image erfolgreich kopiert wurde, kann die microSD-Karte wieder in den Raspberry Pi eingesteckt und dieser gestartet werden. Es sollte nun bereits das Recalbox-OS booten!

Recalbox Hauptmenü

5. In den Optionen (mit der Menütaste auswählbar) kann der Controller konfiguriert und die Einstellungen für das W-LAN festgelegt werden.

Es kann allerdings vorkommen, dass die W-LAN-Einstellungen nicht erkannt/gespeichert werden. Dann können die Einstellungen noch per LAN-Anschluss über den PC nachgetragen werden. Ist das Raspberry Pi mit dem LAN verbunden, kann das Gerät über euren PC im Browser mit der URL http://recalbox/ (oder die IP-Adresse) aufgerufen werden. In dem sich öffnenden Recalbox Manager wählt ihr den Menüpunkt „Konfiguration“ aus (1. Punkt) und legt unter „Netzwerkoptionen“ die W-LAN-Einstellungen fest (2. Punkt). Das Speichern dann nicht vergessen!

Alternativ könnt ihr auch über den Menüpunkt „recalbox.conf“ die Netzwerkeinstellungen anpassen (3. Punkt). In der angezeigten Konfigurationsdatei kann unter dem Punkt „B – Network“ die SSID und das Passwort eingegeben werden.

Recalbox Webbrowser – Netzwerkkonfiguration

Hinweis: Es kann leider auch sein, dass trotz allem W-LAN nicht funktioniert. In einem Fall startete sich der Router (ASRock G10) nach jedem Anmeldeversuch des Raspberry Pi tatsächlich erneut, so dass W-LAN in Kombination mit diesem Router deaktiviert werden musste.

6. Spiele lassen sich ebenfalls über den Recalbox Manager (http://recalbox/) unter dem Menüpunkt „ROMs“ hinzufügen.

Je nach Spielgröße kann der Upload allerdings fehlschlagen. In dem Fall muss eine SCP-Verbindung zum Raspberry Pi aufgebaut werden. Das ist mit dem Programm WinSCP möglich. In der Login-Oberfläche des Programms müssen die nachfolgenden Anmeldedaten eingegeben werden:

Übertragungsprotokoll: SCP
Rechnername: recalbox
Portnummer: 22
Benutzername: root
Kennwort: recalboxroot

WinSCP Recalbox Login

Danach kann die Verbindung aufgebaut und in den Pfad /recalbox/share/roms/ gewechselt werden. Die entsprechende Konsole kann anhand des Ordernamens ausgewählt und die ROM in jenes Verzeichnis eingefügt werden. Die Spiele lassen sich anschließend über die Recalbox-Oberfläche starten!

WinSCP Recalbox ROMs

7. Damit sind die wichtigsten Konfigurationsschritte hin zu eurer Retrokonsole abgehakt. Wir wünschen viel Spaß beim Zocken!