Star Citizen – erste Zweifel an der Umsetzung

Für Unmut in der lebhaften Community sorgte vor kurzem die Verschiebung des Star-Marine-Moduls, welches den First-Person-Shooter-Part in Star Citizen abbilden soll. Natürlich gab es diese Form der Kritik schon öfters, neu ist aber, dass nun auch Branchen-Insider Bedenken an der Umsetzung äußern.

Einer dieser Personen ist der Entwickler und Game-Designer Derek Smart, der in seinem Blog scharfe Kritik an Star Citizen übt. So sei der Umfang des Spiels viel zu aufgebläht und ließe sich in seiner aktuellen Form von keinem Publisher oder Entwickler dieser Welt realisieren. Zudem müsste das Budget mindestens bei 150 Millionen US-Dollar liegen, um überhaupt nur ansatzweise in die Reichweite einer Realisierung zu gelangen.

Auch bei Derek Smart wird das aktuell verschobene Star-Marine-Modul als Beispiel für die Problematiken genommen. Nach seinen Informationen soll das Modul wohl nicht nur verschoben sondern völlig über Bord geworfen worden sein. Grund: Das Modul würde mit dem aktuellen Framework nicht kompatibel sein. Zudem entspreche der First-Person-Shooter-Anteil nicht mehr den ursprünglichen Planungen, sondern ist, wie wohl alles an diesem Projekt, wieder viel zu stark aufgeblasen worden.

Warum die Entwickler solche Problematiken nicht kommunizieren, begründet Smart damit, dass die Veröffentlichung dieser Details den Geldfluss ins Stocken bringen würden. Immerhin sind es gerade jene Features, die Star Citizen unglaublich realistisch erscheinen lassen und wofür die Community dementsprechend ordentlich Geld investiert.

Derek Smart hat sich an Star Citizen auch mit 250 US-Dollar beteiligt und hofft weiterhin auf eine Fertigstellung der Weltraum-Simulation. Trotz all der Kritik ist er sich nämlich sicher, dass nur Chris Roberts und sein Team dieses ambitionierte Projekt überhaupt noch stemmen können.

Smart hat unter anderem an der Battlecruiser-Reihe mitgearbeitet.

(Quelle: http://www.gamestar.de/)